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Montag, 02.04.2012

Die Drei von der Schnittstelle

Magazin | dürer | 15.11.2006

Wissenschaftler mit neuen Forschungsergebnissen stehen meist etwas ratlos da, wenn es darum geht, die Ergebnisse als Produkte erfolgreich wirtschaftlich zu verwerten. Unternehmen dagegen suchen oft nach ganz konkreten Lösungen oder speziellem Know-how. Für beide Seiten gibt es mit der Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer (wtt) an der Universität Erlangen-Nürnberg einen Partner, der beim Suchen und Finden hilft - ganz diskret.

Die Drei von der Schnittstelle
Von der Idee zum fertigen Produkt ist es ein langer Weg. Sybille Barth, Regina Obermeyer und Christoph Heynen helfen.

"Unser Anliegen ist es, den Transfer neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis zu verkürzen", so Sybille Barth, die Leiterin. Bisher liege die Zeit zwischen Erforschung und Anwendungsreife bei rund fünf Jahren. Durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit von Universitäten und Unternehmen sollen vor allem in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) Innovationen erarbeitet, Firmen in wichtigen Fragen beraten und deren Mitarbeiter auf den neuesten Stand der Forschung gebracht werden. "Dabei orientieren wir uns im Alltagsgeschäft streng an den Wünschen unserer Kunden", so Barth, die selbst sechs Jahre als Unternehmerin tätig war.

Innerhalb der Universität unterstützt die Kontaktstelle wtt Lehrstühle und Wissenschaftler bei der Vertragsgestaltung, den Formularen und der finanziellen Projektabwicklung. Unternehmen berät sie zu Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern und vermittelt geeignete Experten aus der Universität. Und das mit Erfolg: 2003 und 2004 betreute die Kontaktstelle wtt rund 200 Projekte mit einem Gesamtumsatz von knapp drei Millionen Euro. Schwerpunkt waren dabei Projekte mit Forschern der Technischen und der Naturwissenschaftlichen Fakultäten. "Um vor allem auch KMUs aus der Region zu ermutigen, stärker mit der Universität zusammenzuarbeiten", erläutert Barth, “haben wir im Jahr 2003 die Initiative 'Erfolgreiche Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft' gestartet."

Neben gemeinsamen Veranstaltungen mit innovativen regionalen Unternehmen und den Wirtschaftsämtern führt die wtt auch Technikspaziergänge durch - mit großem Erfolg. "Inspiriert durch interessante Versuche fallen das Kennenlernen bei Bier und Breze und der erste Erfahrungsaustausch sehr viel leichter", bilanziert Sybille Barth. Zudem unterhält die Kontaktstelle wtt ein Gründerbüro, das Studierende und Wissenschaftler berät, die sich selbstständig machen wollen. Dabei arbeitet die wtt auch eng mit dem Patentmanager der Universität zusammen.

Die Hilfen reichen von der Unterstützung bei der Erarbeitung von Businessplänen bis zur Betreuung spezieller Förderprogramme wie "Flügge", das vom bayerischen Wissenschaftsministerium initiiert wurde. Hier können Gründer mit einer Uni-Halbtagsstelle und weiteren Ressourcen im Rücken abgefedert ins Unternehmertum starten. So viel Einsatz zahlt sich aus: In den letzten Jahren landeten Gründer der Friedrich-Alexander-Universität bei Wettbewerben immer wieder auf den vordersten Plätzen. 2004 erhielt etwa die Promeus GmbH aus Erlangen den deutschen Gründerpreis für eine umweltschonendere Porenbrenner-Technologie für Öl- und Gasheizungen.

www.wtt.uni-erlangen.de

Artikel aus: dürer 01.05