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Sonntag, 20.05.2012

Die Menschen für Bildung und Wissenschaft begeistern - Die Lange Nacht der Wissenschaften

Magazin | Lange Nach der Wissenschaften | 19.10.2007

Die Lange Nacht der Wissenschaften öffnet am 20. Oktober ab 18 Uhr zum dritten Mal Ihre Tore um Interessierten einen Einblick in die wissenschaftlichen Potentiale Nürnbergs, Fürths und Erlangens zu geben. Nürnberg ist mit zahlreichen Beiträgen aus Wirtschaft und universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen beteiligt. Im Vorfeld der LNdW ergab sich die Möglichkeit mit Herrn Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, über die Potentiale Städteachse Nürnberg-Fürth-Erlangen sowie seine Erwartungen an die Lange Nacht der Wissenschaften zu sprechen.


Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg

1. Herr Dr. Maly, welche wissenschaftlichen Potenziale haben Nürnberg-Fürth-Erlangen?

Rund 90.000 Studenten sind an Hochschulen in der Metropolregion eingeschrieben, ein starkes Potenzial für die Unternehmen am Standort Nürnberg.

Die Hochschulen unserer Region reagieren auf aktuelle Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Sie sorgen mit ihrer konsequent internationalen Ausrichtung und dem hohen Praxisbezug für qualifizierten Akademikernachwuchs in der Region. In Zusammenarbeit mit den ansässigen Unternehmen entstehen auf aktuelle Branchenbedürfnisse zugeschnittene Studiengänge. Die Qualität und der Praxisbezug der regionalen Hochschullandschaft zeigen sich immer wieder in einem überdurchschnittlichen Forschungsmittelaufkommen. Erfolgreiche anwendungsorientierte Forschungsprojekte belegen die enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und ansässigen Hochschulinstituten. Eine herausragende Zahl an Patentanmeldungen pro Professor illustriert den hohen Innovationsgrad der universitären Forschung in der Region.

Eine hervorragende Ergänzung der Forschungslandschaft der Hochschulen sind die  Fraunhofer Institute mit Standorten in Erlangen, Fürth und Nürnberg und die Max-Planck Forschungsgruppe für Optik, Information und Photonik. Hier greifen Wirtschaft, Forschung und staatliche Innovationsförderung in idealer Weise ineinander. Viele flankierende und vernetzende Aktivitäten sind charakteristisch für die Technologieregion Nürnberg. Wichtiger Bestandteil der regionalen Vernetzung sind die Kompetenzinitiativen, die nicht nur Projekte initiieren und betreuen, sondern vor allem als Plattform zur Kontaktpflege unverzichtbar sind. 

2. Herr Dr. Maly, warum ist es aus Ihrer Sicht wichtig, durch die Lange Nacht der Wissenschaften diese vorhandenen Potenziale allen Menschen zu kommunizieren?

Mit der Langen Nacht der Wissenschaften kann die Kluft zwischen Wissenschaft und öffentlicher Meinung verringert werden. Die Menschen in der Region sollen Lust bekommen die wissenschaftliche Vielfalt zu entdecken. Dies ist wichtig, denn Bildung und Forschung sind entscheidend für die Zukunft Deutschlands. Wir müssen Kinder und Jugendliche Einblicke geben in die Welt der Wissenschaft und sie motivieren sich mehr für Bildung und Forschung zu interessieren.  Aktuelle Meldungen über Fachkräftemangel, der sich in den kommenden Jahren noch zu verschärfen droht, unterstreicht die Bedeutung von Maßnahmen zur Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit. Und gute Ausbildung bietet jungen Menschen eine hervorragende Chancen für ihre berufliche Zukunft.

3. Was sind ihre Erwartungen an die Lange Nacht der Wissenschaften?

Wir wollen die Menschen in unserer Region für Bildung und Wissenschaft begeistern. Ich hoffe, dass die Bevölkerung in der Region das hervorragende Angebot nutzt um in die Welt der Wissenschaft hineinzuschnuppern. Die Lange Nacht der Wissenschaften zeigt, dass Wissenschaft nicht abgehoben sein muss, sondern für „Jedermann“ verständlich und unterhaltsam präsentiert werden kann. Außerdem hoffe ich, dass die Besucher und Betriebe die Stärke der Wissenschaftsregion Nürnberg damit stärker in das Bewusstsein rückt.

Vielen Dank Herr Oberbürgermeister Dr. Maly für diese interessanten Einblicke.